Umfrage zeigt: Umstrukturierungen vor der ERP-Einführung unterschätzt

Wie eine Befragung unter Mitgliedern des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) ergibt, unterschätzen Unternehmen die Notwendigkeit organisatorischer Umstrukturierungen vor einer ERP-Einführung. Die Fragen hatte MQ result consulting 2016 für eine Studie „ERP-Nutzenbenchmark im Maschinen- und Anlagenbau“ gestellt.

Umfrage zu Umstrukturierungen vor der ERP-Einführung

Wie die obige Grafik zeigt, haben 31,25 Prozent vor der ERP-Einführung überhaupt keine Umstrukturierung ihrer Organisation durchgeführt; in Summe führten 87,5 Prozent vor der ERP-Einführung höchstens geringe Veränderungen durch. Auf Basis der Erfahrungen aus der ERP-Einführung würden im Nachhinein 12,5 Prozent sehr umfangreich umstrukturieren; insgesamt würden 62,5 Prozent der Teilnehmer vor der ERP-Einführung deutliche Veränderungen an Strukturen und Prozessen vornehmen. „Offensichtlich sind Unternehmen im Vorfeld eines ERP-Projektes bestrebt, so schnell wie möglich mit der eigentlichen Einführung des Systems zu beginnen“, sagt Professor Dr. Reiner Martin, Aufsichtsratsvorsitzender von MQ result consulting. „Entweder erkennen sie die Notwendigkeit organisatorischer Bereinigungen nicht – oder sie unterlassen die Umstrukturierung aus anderen Gründen. Der Fehler zeigt sich offensichtlich erst in Nachhinein.“
Mit der Methodik von MQ result consulting werden in der Analysephase der Geschäftsprozesse alle Potenziale systematisch erfasst. Verbesserungen die vor dem Start der ERP-Einführung durchgeführt werden sollen, werden in der Kategorie „Umsetzungszeitpunkt“ mit „Sofort“ gekennzeichnet.

Unser Tipp: Im Vorfeld der ERP-Einführung kann man notwendige Veränderungsmaßnahmen mit der gebotenen Sorgfalt in Angriff nehmen. Unter dem Druck der zahlreichen Aufgaben einer laufenden Einführung leidet dagegen häufig die Qualität.